Ärzte Zeitung online, 12.06.2017

Investitionen

"Die Kliniken haben ihre Hausaufgaben gemacht!"

Eine Milliarde zusätzlichen Investitionsbedarf pro Jahr hat ein Wirtschaftsforschungsinstitut für die Kliniken in NRW errechnet.

KÖLN. Die Kliniken in Nordrhein-Westfalen hoffen, dass CDU und FDP bei ihren Verhandlungen über die Bildung einer neuen Landesregierung das Thema Investitionsfinanzierung auf der Agenda haben. "Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP muss deutlich werden, dass die Krankenhäuser als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge zur zentralen Infrastruktur des Landes gehören und entsprechend ihres Investitionsbedarfs gefördert werden", sagt der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW Jochen Brink.

Die Krankenhäuser würden ihre Hausaufgaben machen, jetzt müsse auch das Land endlich seiner Verpflichtung nachkommen, betont Brink. Er verweist auf den vom Wirtschaftsforschungsinstitut RWI errechneten jährlichen zusätzlichen Investitionsbedarf von einer Milliarde Euro.

Auch der Pflegerat NRW hat sich bereits mit konkreten Forderungen an die Vertreter von CDU und FDP gewandt. In einem Schreiben an die Landesvorsitzenden Armin Laschet und Christian Lindner erinnert sie der Vorsitzende des Pflegerates Ludger Risse an das Thema Pflegekammer. "Der Pflegerat hält die Aufnahme eines Errichtungsbeschlusses für eine Pflegekammer NRW in den Koalitionsvertrag aufgrund der ihr zukommenden immensen Bedeutung zur Absicherung professioneller Pflege zwischen Rhein und Weser für unverzichtbar." (iss)

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