Ärzte Zeitung online, 29.06.2017

Rheinland-Pfalz

Bedarfsplanung muss bleiben!

MAINZ. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) in Rheinland-Pfalz sieht die Forderung von KV-Chef Dr. Peter Heinz, die Bedarfsplanung abzuschaffen, kritisch. "Ein kompletter Verzicht auf das Instrument der Bedarfsplanung würde die Versorgung auf dem Land gefährden", warnt Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretung. Sicherlich könnten Patienten von mehr Wettbewerb der Ärzte untereinander profitieren. Die Versorgungssteuerung dürfe aber nicht komplett dem Markt überlassen werden: "Wenn ein Arzt ausschließlich nach ökonomischen Gesichtspunkten seinen Ort der Niederlassung wählen könnte, würde er immer zuerst in die großen Städte gehen." Einer Weiterentwicklung stünden die Ersatzkassen aber offen gegenüber. "Wenn die KV uns Vorschläge unterbreitet, wie dieses Instrument im Sinne der Versicherten und Patienten noch besser funktionieren kann, sind wir gerne gesprächsbereit", betont Schneider.(aze)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wirkstoff zum Cannabis-Entzug

Die Blockade der Fettsäureamid-Hydrolase reduziert Symptome beim Cannabis-Entzug. Mit einem Hydrolasehemmer senkten Abstinenzwillige den Konsum um fast 70 Prozent. mehr »

Arzt und Kämpfer gegen sexuelle Gewalt

Die Gewinner der Nobelpreise haben am Montag ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte dabei der Arzt Denis Mukwege, Träger des Friedensnobelpreises. mehr »

TI-Anschluss verweigern und dann klagen

An den Konnektoren scheiden sich die Geister. Medi-Vorstand Dr. Werner Baumgärtner sucht jetzt die juristische Auseinandersetzung. Sein Ziel: Sicherheitslücken in den Geräten feststellen zu lassen. mehr »