Ärzte Zeitung online, 15.05.2018

Bedarfsplanung

GBA hält an Regel für "Ermächtigte" fest

BERLIN. Ermächtigte Ärzte werden weitere vier Jahre entsprechend ihrem Tätigkeitsumfang pauschaliert auf den Versorgungsgrad angerechnet. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) ist nun in Kraft getreten. Laut GBA liegen für die ermächtigten Einrichtungen nach wie vor keine grundlegenden systematischen Informationen vor, "wer, mit welcher Qualifikation, an welchen Patienten, in welchem Umfang, welche Art von Versorgungsleistungen erbringt".

Genau diese Daten hätte der GBA für eine abschließende Evaluation und Anpassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie in diesem Punkt aber benötigt. Nun soll spätestens im Jahr 2022 über eine mit empirischen Daten belegte Fortgeltung oder Anpassung beraten werden. Der Ausschuss ist sich sicher, dass es bis dahin transparentere Versorgungsdaten zu den Ermächtigten gibt und auch die Qualitätsberichte noch einmal mehr Infos liefern.

Die Regelung, die im Frühjahr 2014 in Kraft getreten war, war ursprünglich auf vier Jahre – bis zum 31. Mai 2018 – befristet. Nach drei Jahren sollte der GBA die Auswirkungen auf die Versorgung evaluieren. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum Schlafmangel heißhungrig macht

Schlafmangel kurbelt den Hunger an, das kennen viele aus Erfahrung. Warum das so ist, haben jetzt Forscher entschlüsselt: Es liegt nicht an den Hormonen. mehr »

So hoch ist der neue Beitragssatz Ihrer Krankenkasse

Für Millionen Kassenpatienten sinkt der Beitragssatz. Welche Krankenkasse 2019 günstiger wird, welche teurer und welche ihre Beiträge stabil hält, zeigen wir in unserem großen Beitragssatz-Check mit aktuell 39 Kassen. mehr »

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin

Bei der Künstlichen Intelligenz (KI) rückt die Medizin immer stärker in den Fokus. Medizinethiker Professor Georg Marckmann erläutert im Interview, warum KI ein wertvoller Baustein bei Diagnostik und Therapie sein kann. mehr »