Ärzte Zeitung, 04.06.2008

Paragraf 116 b: So steht es im Gesetz

Paragraf 116 b Absatz 2-5 SGB V: Ein Krankenhaus darf dann hoch spezialisierte Leistungen für Patienten mit seltenen Erkrankungen und besonderen Krankheitsverläufen erbringen, wenn ein entsprechender Antrag des Krankenhausträgers vom Land genehmigt worden ist.

Dabei soll die "vertragsärztliche Versorgungssituation" berücksichtigt werden. Eine "einvernehmliche Bestimmung" der Klinik soll mit allen bei der Krankenhausplanung Beteiligten "angestrebt" werden - sie ist aber nicht vorgeschrieben.

Erwähnt werden im Gesetz hoch spezialisierte Leistungen wie CT/MRT-gestützte interventionelle schmerztherapeutische Leistungen sowie beispielsweise die Behandlung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen, HIV/Aids, schweren Verlaufsformen rheumatologischer Erkrankungen, Tuberkulose, Mukoviszidose, Multipler Sklerose oder schwer wiegenden immunologischen Erkrankungen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss muss Richtlinien erlassen, welche (Qualitäts-)Voraussetzungen ein Krankenhaus erfüllen muss. Festlegen muss der GBA auch, bei welchen Indikationen die Überweisung eines niedergelassenen Arztes vorliegen muss.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Dauerfehde wird keine Lösung sein

Lesen Sie dazu auch:
Chance oder Bedrohung? Kein Konsens über Klinik-Öffnung
Gesucht ist eine Blaupause für fairen Wettbewerb
Warum die Klinik-Öffnung in Hamburg ein heißes Eisen ist

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18993)
Krankheiten
AIDS (3398)
Tuberkulose (875)
Wirkstoffe
Eisen (404)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »