Ärzte Zeitung, 06.06.2008

Grüne wollen Honorar-Daten zur Psychotherapie

BERLIN (fst). Die Bundestagsfraktion der Grünen will in einer parlamentarischen Anfrage Auskunft von der Bundesregierung über die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen.

Dabei erinnern die Grünen an die Vorgaben des Bundessozialgerichts-Urteils von 2004: Danach soll es Psychotherapeuten im typischen Fall möglich sein, "zumindest den Durchschnittsüberschuss vergleichbarer Arztgruppen zu erreichen". Dabei zitieren die Grünen Aussagen der Bundespsychotherapeutenkammer, die Psychotherapie werde "nicht annähernd so vergütet wie die somatische Medizin".

Im Einzelnen wird nach den durchschnittlichen Jahresumsätzen der relevanten Fachgruppen und nach Angaben über den Praxisüberschuss vor Steuern gefragt. Stellung nehmen soll die Regierung zudem zur Befürchtung, im Zuge der Vergütungsreform könnten probatorische Leistungen unter ein Regelleistungsvolumen fallen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17868)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »