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Ärzte Zeitung online, 07.08.2008

KBV hat laut Krankenkassen Honorarverhandlungen abgebrochen

Bislang aber keine Bestätigung für Abbruch der Gespräche

BERLIN (dpa). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Verhandlungen über die künftigen Honorare der Ärzte nach Angaben der Krankenkassen nach dem ersten Tag abgebrochen.

Die KBV habe angekündigt, zur Fortsetzung der Gespräche an diesem Freitag nicht zu erscheinen, sagte ein Sprecher des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung in Berlin. Eine Bestätigung war am Donnerstagabend zunächst weder von der KBV noch vom Vorsitzenden des Verhandlungsgremiums, dem Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem, zu bekommen.

Die KBV will erreichen, dass die Ausgaben der Krankenkassen für die Mediziner von zuletzt jährlich 23 Milliarden Euro um 4,5 Milliarden steigen. Bis Ende August wollten sich beide Seiten über die Honorare für die rund 145 000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten für 2009 einigen.

Politiker von Union und SPD haben den Ärzten bereits eine Finanzspritze von rund 2,5 Milliarden Euro für 2009 in Aussicht gestellt. Sollte es innerhalb des Verhandlungsgremiums, des sogenannten Erweiterten Bewertungsausschusses, keine Einigung geben, müsste unter Umständen das Bundesgesundheitsministerium entscheiden.

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