Ärzte Zeitung online, 13.08.2008

Neuer Dachverband vertritt die Hochschulmedizin

FRANKFURT/MAIN (fst). Die Hochschulmedizin hat mit dem neu gegründeten Verband "Deutsche Hochschulmedizin" ein neues Dach. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika (VUD) geschlossen.

Zweck des neuen Verbands ist es nach Auskunft des MFT, die "Einheit der Hochschulmedizin" mit Blick auf Forschung, Lehre und Krankenversorgung zu stärken. Mit dem neuen Dachverband wollen die Initiatoren auf wachsende Mittelknappheit und verstärkten Wettbewerb reagieren.

Politische Entscheidungen in Bund und Ländern seien in der Wissenschafts-, Gesundheits-, Tarif- und Finanzpolitik häufig unkoordiniert, es fehle oft an fachlicher Expertise, heißt es. Darauf solle der Dachverband reagieren und die Anliegen der Hochschulmedizin nach außen vertreten. "Für die öffentliche Wahrnehmung ist es wichtig, dass es eine Institution gibt, die alle Akteure der Hochschulmedizin repräsentiert", sagt Professor Jörg Rüdiger Siewert, Vorsitzender des VUD. Der Verband vertritt die Interessen von 32 Universitätsklinika.

Der Medizinische Fakultätentag (MFT) ist die Konferenz der Medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten in den der Hochschulrektorenkonferenz angehörenden Universitäten. Mitglieder sind die 36 Medizinischen Ausbildungsstätten und zwei Gastfakultäten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »