Ärzte Zeitung, 28.08.2008

Ärzte und Kassen verhandeln über Honorarreform 2009

KBV fordert 2,5 Milliarden Euro mehr Geld

BERLIN (ble). Seit gestern verhandeln KBV und Krankenkassen im Erweiterten Bewertungsausschuss über das Volumen der Ärztehonorare im kommenden Jahr.

KBV-Chef Dr. Andreas Köhler hat wiederholt ein Honorarplus von mindestens 2,5 Milliarden Euro gefordert, der unparteiische Vorsitzende des Gremiums, Professor Jürgen Wasem, hatte zuletzt Kassen und KBV ein Angebot von 2,3 Milliarden Euro unterbreitet (wir berichteten).

Darüber hinaus fordert die KBV getrennte Budgets von Haus- und Fachärzten sowie eine Angleichung der Honorare im Osten an die im Westen. Eine erste Verhandlungsrunde hatte die KBV Anfang August platzen lassen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) forderte beide Seiten dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden: Das Honorar festzusetzen sei "die ureigene Aufgabe der Selbstverwaltung", mahnte Schmidt im ZDF. Sie zeigte sich optimistisch, dass Ärzte und Kassen doch noch einigen werden. Lesen Sie auch in der Online-Ausgabe der "Ärzte Zeitung" alles zur aktuellen Entwicklung bei den Verhandlungen!

Lesen Sie dazu auch:
Gesucht: ein Plus beim Honorar für alle Ärzte

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