Ärzte Zeitung online, 27.08.2008

Beratungen zur Vergütungsreform laufen weiter – Schmidt optimistisch

BERLIN (HL/ble). Der erweiterte Bewertungsausschuss von KBV und Spitzenverband Bund der Krankenkasssen verhandeln weiter über die bundeseinheitlich geltenden Elemente der Vergütungsreform.

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Der Ausschuss wird seine Beratungen unter der Leitung des neutralen Vorsitzenden Professor Jürgen Wasem am morgigen Donnerstag fortsetzen.

Die Verhandlungsatmosphäre wird von den Krankenkassen als konstruktiv bezeichnet. Die KBV hingegen bewertete am heutigen Mittwoch Abend die Atmosphäre deutlich zurückhaltender, schloss aber eine Einigung nicht aus.

Offenbar sind beide Verhandlungspartner bestrebt, eine Ersatzvornahme durch das Bundesgesundheitsministerium zu vermeiden. Dies wäre dann notwendig, wenn nicht spätestens bis Freitag ein Verhandlungsergebnis der Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen erzielt werden würde.

Im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“ zeigte sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) optimistisch, dass sich KBV und Kassen am Donnerstag auf einen Kompromiss in der Honorarfrage einigen werden. Die EBM-Reform biete für die Ärzte viele Vorteile, sagte die Ministerin. Dazu gehöre etwa die Übertragung des Morbiditätsrisikos von den Ärzten auf die Krankenkassen. Schmidt sagte, dass sie sich bereits für 2007 eine vollständige Umsetzung der EBM-Reform in Euro und Cent gewünscht hätte.

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