Ärzte Zeitung online, 11.09.2008

KBV-Chef Köhler will Vertrauensfrage stellen

BAD SEGEBERG (di). Turbulente Zeiten für Dr. Andreas Köhler: Nach Rücktrittsforderungen und heftiger Kritik am KBV-Chef will dieser Ende September vor der KBV-VV die Vertrauensfrage stellen.

KBV-Chef Köhler will Vertrauensfrage stellen

KBV-Chef Köhler will Vertrauensfrage stellen.

Foto: eh

Dies kündigte der KBV-Chef gestern in der KV-Abgeordnetenversammlung in Schleswig-Holstein an. Damit reagierte Köhler auf massive Vorwürfe aus einigen Bundesländern an den Ergebnissen der Honorarreform.

Auch die Schleswig-Holsteiner fühlen sich nach Worten ihrer Vorsitzenden Dr. Ingeborg Kreuz "verraten und verkauft". Eine Alternative zu Köhler an der KBV-Spitze sehen sie jedoch nicht - die Abgeordnetenversammlung stärkte ihm nach einer Aussprache sogar den Rücken und hofft, dass Köhler morgen bei einem Gespräch im Bundesgesundheitsministerium grünes Licht für Korrekturen an der Honorarreform bekommt. Damit könnten die Ergebnisse für Nordrhein, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz nachgebessert werden. Zusagen konnte Köhler jedoch keine machen.

Lesen Sie auch:
Köhler sieht keinen Grund für Rücktritt

[12.09.2008, 08:37:17]
Dr. Stefan Funk 
Augenwischerei !
Herr Köhler sollte nicht in der KBV Vertreterversammlung die Vertrauensfrage stellen.
Er sollte lieber die Basis befragen. Die steht nämlich nicht hinter ihm. Die KBV-VV zu befragen zeigt wie wenig Risiko eingehen will. Er wird nach der Vertrauensfrage voller Stolz verkünden, dass er seinen Kurs bestätigt sieht. Was für ein Held. Bravo Herr Köhler Ihr Mut ist grenzenlos.
Viel Erfolg bei der sicher schwierigen und spannenden Abstimmung.

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