Ärzte Zeitung, 15.09.2008
 

Mehr Kooperation senkt Sterblichkeit bei Frühgeburten

LEIPZIG (tra). Frühgeburten haben in Leipzig deutlich weniger schwerwiegende Folgen als in Dresden oder Chemnitz. Das ergab ein Vergleich der Arbeitsgruppe für Qualitätssicherung in der Perinatologie und Neonatologie bei der sächsischen Landesärztekammer (SLAEK).

Das betrifft außer der Sterblichkeit auch Hirnblutungen, chronische Lungenerkrankungen und Netzhautschäden, so der Leiter der Geburtsmedizin am Leipziger Universitätsklinikum, Dr. Holger Stephan. "Wir hatten in den vergangenen Jahren kein einziges Kind mit schweren Hirnblutungen und kein einziges Kind ist blind geworden", teilte Stephan mit.

Als ursächlich für die vergleichsweise positiven Zahlen nennt das Klinikum das Zusammenwirken von niedergelassenen Ärzten und anderen Häusern. Dadurch wurden Frauen mit drohenden Frühgeburten vor der Entbindung an das Frühgeborenenzentrum überwiesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Keine Herzgeräusche im Stehen – kein Herzfehler

Mit einer simplen Methode können Ärzte pathologische von physiologischen Herzgeräuschen bei Kindern unterscheiden. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

15 Jahre nach der hochemotionalen Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen fürchten Forscher durch das Stammzellgesetz Nachteile in Deutschland. mehr »

Art der Heilung zählt fürs Honorar

Bei der Abrechnung der postoperativen Wundversorgung haben Hausärzte im EBM mehr Möglichkeiten als häufig angenommen. mehr »