Ärzte Zeitung, 13.11.2008

"Endlich Gehaltsniveau anderer kommunaler Kliniken erreicht"

Neue Tarifverträge für Ärzte bei Vivantes / MB zufrieden

BERLIN (ami). Am Berliner Krankenhauskonzern Vivantes gelten ab Januar 2009 neue Tarifverträge für die Ärzte und alle anderen Beschäftigten.

Am Dienstag hat sich der Marburger Bund (MB) mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Berlin über einen arztspezifischen Tarifvertrag für den größten kommunalen Klinikkonzern Deutschlands geeinigt (wir berichteten). Dabei wurden Gehaltssteigerungen von acht bis 15 Prozent je nach Arztgruppe vereinbart.

"Die Ärzte von Vivantes sind endlich auf dem Gehaltsniveau ihrer Kollegen in anderen kommunalen Kliniken angekommen", so MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. Zufrieden zeigte sich auch der Geschäftsführer Personalmanagement der Vivantes GmbH, Manfred Rompf. "Die betriebswirtschaftliche Belastung des Tarifvertrages ist für Vivantes allerdings sehr hoch", so Rompf. Neben der tariflichen Einigung wurde vereinbart, dass eine Arbeitsgruppe Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterbreiten soll.

Auch mit der Gewerkschaft ver.di hat sich Vivantes auf einen neuen Tarifvertrag für die nichtärztlichen Beschäftigten geeinigt. Ab Januar 2009 werden die Angestellten schrittweise in den bundesweit gültigen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) übergeleitet.

Der Notlagentarif für den größten kommunalen Klinikkonzern in Deutschland mit neun Akutkrankenhäusern in Berlin läuft zum Jahresende aus. Ab 2010 soll die bundesweite Vereinbarung zum TVöD zu 100 Prozent auch für Vivantes gelten. Bis dahin gibt es jedes Jahr Einkommenssteigerungen. Betriebsbedingte Kündigungen sind den Angaben zufolge bis Ende 2016 weiterhin ausgeschlossen. Dafür verzichten die Mitarbeiter wie bisher auf einen Teil der Jahressonderzahlungen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »