Ärzte Zeitung, 19.12.2008

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:

Die Beratung soll ergebnisoffen sein

Die Beratung soll ergebnisoffen sein

Kerstin Griese (SPD), Vorsitzende des Familienausschusses

Foto: SPD-Fraktion

Wir wollen den Paragrafen 218 nicht verändern, denn keine Frau treibt einfach so ab. Wir möchten eine bessere Beratung, und zwar vor und nach der Gendiagnostik, also in der Phase, wo das Kind gewünscht wird.

Wir sollten uns auch die Frage stellen, wie man mit dem technischen Fortschritt umgehen kann. Denn Ärzte raten hier oft zu schnell zum Abbruch -und zwar oft nicht aus der medizinischen Beratung alleine, sondern aus der psychologischen Situation der Frau heraus. Daher wollen wir Ärzte dazu verpflichten, eine ergebnisoffene Beratung für betroffene Paare anzubieten.

Außerdem soll der Arzt das Paar an Beratungsstellen überweisen und Kontakte vermitteln. Wir möchten - und daher geht unser Antrag deutlich über die anderen Anträge hinaus -, dass die Beratung deutlich intensiver und ergebnisoffener wird.

Lesen Sie dazu auch den Gastkommentar:
Dr. Frank-Ulrich Montgomery: Es geht um Hilfe für Frauen

Lesen Sie dazu auch:
Mehr Beratung der Frau: ja! Aber ist auch Zwang nötig?
Spätabtreibung - welche Beratung braucht eine Frau, die ein behindertes Kind erwartet?
Was Parlamentarier trennt und eint
Abtreibungsrecht - was derzeit gilt

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:
Wir sind gegen die Beratungspflicht
Es geht um umfassende Hilfe
Es darf keinen Automatismus geben!
Frauen sollen auch "Nein" sagen können
Ist jede Untersuchung wirklich nötig?
Mehr Unterstützung statt mehr Druck

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