Ärzte Zeitung, 23.12.2008
 

Palliativmedizin in der Hand von Vertragsärzten

Noch bevor der Gesetzgeber mit dem WSG einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (Paragraf 37 b) eingeführt hat, hatte die KBV ein Versorgungskonzept entwickelt.

Charakteristisch für dieses KBV-Konzept sind:

Der Versorgungsauftrag: Nahtlose Überleitung vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung, Schmerztherapie insbesondere mit Opioiden, psychosoziale Betreuung auch der Angehörigen, 24-Stunden-Rufbereitschaft, Kooperation der Ärzte mit Kliniken, Pflegediensten und Hospizen.

Strukturanforderungen: In der Betreuungsebene 1 Hausärzte sowie unmittelbar behandelnde Fachärzte, die Qualifikationen in der Palliativmedizin und Erfahrung in der Betreuung Schwerstkranker in Hospizen oder palliativmedizinischen Einrichtungen haben müssen. In der Betreuungsebene 2: Allgemeinärzte oder Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung Palliativmedizin oder ähnlicher praktischer Qualifikation und Erfahrung.

Qualitätssicherung: Evaluation der Patienten- und Angehörigenzufriedenheit; Weiterentwicklung der Fortbildung, Förderung von Qualitätszirkeln.

Die Vergütung kann nach dem Schweregrad oder dem Stadium der Krankheit erfolgen. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fettsäurehypothese bei MS erhält neue Nahrung

Ist eine ungesunde Ernährung einer der Gründe, weshalb manche Menschen an MS erkranken? Es mehren sich jedenfalls Hinweise für einen entscheidenden Einfluss auf die Darmflora. mehr »

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »