Ärzte Zeitung, 14.01.2009

Über 18 000 Anrufe bei Patientenberatung in Hamburg

HAMBURG (di). Die Patientenberatung von Ärztekammer und KV in Hamburg hat im vergangenen Jahr 18 200 Gespräche geführt. Die meisten Anrufer suchen einen Arzt oder medizinischen Rat.

"Patienten finden über uns eine sehr gute Orientierung im Hamburger Gesundheitswesen", bilanziert Kammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery. Nach eigenen Angaben ist die Patientenberatung die größte Einrichtung für Ratsuchende in der Hansestadt. Vier Ärztinnen und zwei Sozialversicherungsfachangestellte beantworten Fragen zu Arzt- oder Kassenrecht, zu Problemen in der Pflege oder über chronische Erkrankungen. Wo sie nicht selbst helfen können, suchen die Berater nach geeigneten Ansprechpartnern in anderen Institutionen.

Damit ist die Patientenberatung nach Einschätzung von KV-Chef Dieter Bollmann mehr als eine reine Auskunftsstelle, auch wenn 61 Prozent der Anrufer nach einem Arzt suchen oder medizinische Fragen stellen. Jeder vierte Anrufer hat Fragen zur Sozialversicherung. Hier geht es meist darum, dass ein Medikament nicht mehr verschrieben werden kann oder um die Frage, welche medizinische Leistung über die gesetzliche Krankenversicherung abrechenbar ist. Beschwerden über Ärzte und das Gesundheitssystem insgesamt gibt es bei 15 Prozent der Anrufer.

In diesen Fällen geht es meist um die Terminvergabe, um zu lange Wartezeiten oder vermutete Behandlungsfehler. Die Berater versuchen in solchen Fällen zunächst, Verständnis zu wecken und Zusammenhänge zu erklären. Bei vermuteten Behandlungsfehlern werden auch die möglichen Beschwerde- und Klagewege sowie die Möglichkeit von außergerichtlichen Verfahren aufgezeigt.

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