Ärzte Zeitung online, 28.01.2009

Ersatzkassen werfen Hoppenthaller "Amoklauf" vor

MÜNCHEN (sto). Im Streit um einen Hausarztvertrag fahren die Ersatzkassen in Bayern scharfes Geschütz gegen den Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) auf.

Die jüngste Kampagne des Hausärzteverbandes sei ein "honorarpolitischer Amoklauf", erklärte Dr. Ralf Langejürgen, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Bayern. Die Hausärzte in Bayern würden vom Verband mit "Unwahrheiten und Halbwahrheiten" manipuliert und zum "gesetz- und vertragswidrigen Verhalten" aufgerufen. Die Hausärzte sollten sich "von den Funktionären des BHÄV nicht instrumentalisieren und zu rechtswidrigen Handlungen anstiften" lassen, so Langejürgen.

Der BHÄV versuche mit "rufschädigenden Äußerungen über die Ersatzkassen" einen Vertragsabschluss nach seinem Gusto zu erzwingen. "Das lassen wir uns nicht gefallen. Wenn der BHÄV die laufenden Verhandlungen auf Bundesebene ignoriert und eine an der Grenze zur Illegalität laufende Kampagne gegen die Ersatzkassen zündet, disqualifiziert er sich selbst als potenzieller Vertragspartner", erklärte Langejürgen.

Tatsächlich verhandele der Verband der Ersatzkassen derzeit mit dem Deutschen Hausärzteverband. "Solange die Verhandlungen laufen, muss eine uneingeschränkte medizinische Versorgung der Ersatzkassenversicherten durch die Hausärzte in Bayern sichergestellt werden", erklärte Langejürgen.

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