Ärzte Zeitung online, 27.03.2009

Ulla Schmidt: Ärztegruppen sollen Honorare veröffentlichen

FRANKFURT/MAIN (dpa). Im verfahrenen Ärztehonorar-Streit will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Kassenärzte nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe) verpflichten, die Einkünfte aus der Behandlung von Kassenpatienten zu veröffentlichen. Einen entsprechenden Vorschlag, der mit der Reform des Arzneimittelgesetzes verabschiedet werden könnte, liege der Koalition bereits zur Abstimmung vor, so Schmidt.

Der durchschnittliche, der höchste und der niedrigste Umsatz, den jede Arztgruppe in jedem der fast 400 Planungsbezirke der Kassenärztlichen Vereinigung erwirtschaftet habe, sollten danach quartalsweise offen gelegt werden. "Transparenz und sich daraus ergebendes Vertrauen sind Schlüsselworte für die Beziehung zwischen Versicherten und Kassenärzten", sagte Schmidt zu ihrem Vorstoß. Die Honorarsummen könnten laut FAZ bereits rückwirkend zum zweiten Quartal veröffentlicht werden. Voraussetzung sei die Zustimmung des Koalitionspartners CDU und ein entsprechender Beschluss des Bundestags.

[29.03.2009, 12:03:18]
Dieter Bungart 
Mehr Transparenz und Vertrauen zwischen Patienten und Kassenärzten
Wenn Frau Schmidt wissen will was wir Kassenärzte in der GKV umsetzen, soll sie das doch haben. Mein Vorschlag: Wir schicken quartalsweise unsere KV-Abrechnung anonymisiert als Kopie in ihr Ministerium - mit dem Hinweis für welche Arztgruppe diese gilt.
Wichtig ist nur, daß nicht nur Veränderungen in den absoluten Zahlen verglichen werden, sondern, daß nach Abzug der Betriebskosten und der gesetzlichen Abgaben (Steuer, Krankenkasse, Ärzteversorgung) der Nettolohn betrachtet wird.
Über Arbeitszeiten muß dann auch noch gesprochen werden.

Ich bin jederzeit bereit zu dieser Maßnahme.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Dieter Bungart
Arzt für Allgemeinmedizin - Dortmund zum Beitrag »

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