Ärzte Zeitung, 23.07.2009

Gesundheitsberufe: Ministerium legt Modellklauseln fest

BERLIN (ras). Nachdem der Bundestag die Berufsgesetze der Hebammen, Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten geändert hat, greifen nun Modellklauseln, mit denen die Länder eine universitäre Ausbildung probeweise einführen können.

In den Modellklauseln wird nun nach Angaben des Gesundheits-Staatssekretärs Rolf Schwanitz festgelegt, in welchem Umfang von der bisherigen Ausbildung abgewichen werden darf. Mit dem Gesetz werde so eine sinnvolle Erprobung akademischer Ausbildungsstrukturen in den therapeutischen Gesundheitsberufen und dem Hebammenberuf möglich.

Damit könne nun eine akademische Weiterentwicklung der Berufe der Hebammen, Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten erprobt werden. Wichtig dabei sei aber, dass die praktische Ausbildung erhalten bleibt. Der begleitende Unterricht jedoch könne jedoch künftig in seinen theoretischen und praktischen Teilen neu gestaltet werden, um die Akademisierung zu erproben.Die Modellvorhaben sind zeitlich begrenzt. Zudem sei eine Evaluation vorgesehen, für die das Bundesministerium für Gesundheit die Richtlinien vorgibt.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18850)
Personen
Rolf Schwanitz (27)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »

So berechnen Ärzte den Wirtschaftlichkeitsbonus ihrer Praxis

Die Berechnung des Laborbonus ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Aber wer sich damit beschäftigt, kann die Leistungen so zu steuern, dass der Bonus weitgehend erhalten bleibt. Unser Abrechnungsexperte gibt Tipps. mehr »