Ärzte Zeitung online, 03.09.2009

Medizinstudenten gehen gegen "Komasaufen" vor

HEIDELBERG (dpa). Der Tagungstitel "Sex, drugs & rock'n'roll" steht keineswegs für eine wilde Party, sondern für eine ernsthafte Auseinandersetzung: Medizinstudenten aus ganz Europa suchen bei einem Kongress in Heidelberg vom 9. bis 13. September nach Gründen für das "Komasaufen" von Jugendlichen. Zugleich wollen sie Wege für die Prävention aufzeigen.

Dies gelte angesichts steigender HIV-Neuinfektionen auch für das Thema Aids, teilte am Mittwoch das Universitätsklinikum Heidelberg mit. Es erwartet rund 100 Studenten aus 14 Ländern in der Neckarstadt. Der Kongress ist bereits das zwölfte Treffen der "European Medical Student Association", die 1991 in Brüssel gegründet wurde.

Nach Angaben der Veranstalter wurden im vergangen Jahr mehr als 23 000 Kinder betrunken und teilweise bewusstlos ins Krankenhaus gebracht. Das waren fast zweieinhalb Mal so viele wie im Jahr 2000. Und von den 2806 registrierten HIV-Neuerkrankungen sind 1958 auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückzuführen.

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