Ärzte Zeitung online, 22.09.2009

Hartmannbund-Chef Kuno Winn verlässt die CDU

BERLIN (hom). Nur wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Bundestagswahl ist der Vorsitzende des Hartmannbundes, Professor Kuno Winn, überraschend aus der CDU ausgetreten und zur FDP gewechselt. Er sei enttäuscht über die "Perspektivlosigkeit" der CDU in der Gesundheitspolitik, hieß es.

Hartmannbund-Chef Kuno Winn verlässt die CDU

Ist von der Gesundheitspolitik der CDU enttäuscht: Dr. Kuno Winn.

Foto: Hartmannbund

Winn war seit 1981 Mitglied im CDU-Kreisverband Hannover-Stadt. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages, wo er auch gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion war.

Winn hatte die Gesundheitspolitik der großen Koalition in Berlin immer wieder scharf kritisiert. Diese beschreite den Weg in die Staatsmedizin, was den freien Arztberuf zunehmend unattraktiv mache.

Kritik an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) übte der Hartmannbund-Chef zuletzt wegen ihres Vorstoßes für eine Termingarantie für Patienten (wir berichteten). Statt endlich die Rahmenbedingungen für die ärztliche Tätigkeit zu verbessern, wolle die Ministerin den Arzt durch immer neue gesetzliche Regelungen in seinem "Hamsterrad zu noch mehr Tempo" antreiben, so Winn.

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