Ärzte Zeitung, 12.10.2009

Priorisierung - das ist ein Job für Politiker

INGOLSTADT (sto). Entscheidungen über Priorisierung und Rationierung müssen transparent und nachvollziehbar sein. Das hat der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Hellmut Koch gefordert.

Versteckte Rationierung und chronische Mittelknappheit im Gesundheitswesen seien eine unbestreitbare Tatsache, sagte Koch beim Bayerischen Ärztetag am Wochenende in Ingolstadt. Umso wichtiger sei eine offene Debatte über eine Priorisierung medizinischer Leistungen. Entscheidungen müssten allerdings vom Gesetzgeber legitimiert werden. Zugleich sollten Ärzte die Freiheit haben, im Einzelfall abweichend entscheiden zu können.

Klar sei, so Koch, dass in einer Gesellschaft des langen Lebens mehr Mittel in die medizinische und pflegerische Versorgung investiert werden müssten als bisher.

Lesen Sie dazu auch:
Priorisierung kann auch zu Kostensteigerungen führen

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