Ärzte Zeitung, 16.10.2009

Kommentar

Hoffnung keimt durch Kassenfusion

Von Raimund Schmid

Nach der Vereinbarung des ersten großen pädiatriezentrierten Hausarztvertrages mit der AOK Bayern keimte bei Kinder- und Jugendärzten Hoffnung, den Durchbruch im Vertragsgeschäft geschafft zu haben. Doch diese Hoffnung war bisher trügerisch.

Mit Ausnahme der Gmünder Ersatzkasse konnten bisher keine großen Kassen von den Vorzügen spezieller pädiatriezentrierter Verträge überzeugt werden. Im Gegenteil: Das Hauen und Stechen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit der AOK Baden-Württemberg zeigt, dass sich die Kassen schwer tun, ihren Versicherten gleichzeitig zwei unterschiedliche Selektivverträge anzubieten.

Doch jetzt schöpfen Pädiater neue Hoffnung. Die Fusion der GEK mit der Barmer Ersatzkasse könnte dazu führen, dass sich aus dem Zusammenschluss heraus automatisch auch bei den Ersatzkassen ein Pädiater-Vertrag entwickelt. Man darf gespannt sein, wie sich die Barmer, die Hausärzteverträge nach herkömmlichem Muster bisher stets abgelehnt hat, positionieren wird. Genau davon wird es aber abhängen, ob die Hoffnungen der Pädiater, sich mit eigenen Hausarztverträgen endlich als fester Vertragspartner zu etablieren, erfüllen werden.

Lesen Sie dazu auch:
Kassenfusion - Pädiater hoffen auf größeren Vertrag

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »