Ärzte Zeitung, 16.10.2009

Zahl der Ärzte in Brandenburg steigt - aber auch ihr Altersschnitt

In Brandenburg wächst die Zahl der Ärzte. Für 2008 verzeichnet die Ärztekammer einen überdurchschnittlichen Mitgliederzuwachs.

POTSDAM/COTTBUS (ami). Die Kammer zählte 8291 berufstätige Mediziner für 2008. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt wuchs die Zahl der berufstätigen Ärzte um 1,5 Prozent. Die meisten neuen Ärzte in Brandenburg kommen aus Berlin (62,1 Prozent). Allerdings ist Berlin auch das Hauptziel der Ärzte, die Brandenburg verlassen (56,9 Prozent).

Von den 11 235 Mitgliedern der märkischen Kammer im Jahr 2008 war fast ein Viertel nicht berufstätig. Dabei stieg der Anteil der Ärzte im Ruhestand von neun Prozent im Jahr 1991 auf 23,8 Prozent im vergangenen Jahr. Damit ist fast jeder vierte Arzt in Brandenburg bereits berentet.

Der Zuwachs der Ärzte in Brandenburg bedeutet aber noch keine Entwarnung in Sachen Nachwuchsmangel. Die berufstätigen Ärzte über 65 stellen in Brandenburg einen Anteil von 4,6 Prozent, der über dem Bundesdurchschnitt von 3,1 Prozent liegt. In der ambulanten Versorgung ist fast jeder fünfte Niedergelassene älter als 60 Jahre. Gleichzeitig ist der Anteil der Ärzte bis 40 Jahre mit noch 7,8 Prozent rückläufig. Insgesamt sind im ambulanten Bereich die Arztzahlen in den vergangenen fünf Jahren von 3293 auf 3473 gestiegen.Zugenommen hat auch der Anteil der ausländischen Ärzte in Brandenburg. Mit vier Prozent liegt er aber immer noch unter dem Bundesschnitt von 5,2 Prozent. Die meisten der insgesamt 453 Kollegen aus dem Ausland sind im Krankenhaus tätig (383), nur 33 in der Niederlassung.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19262)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Höherer Zuschlag für Terminvermittlung

Das Bundeskabinett will sich heute mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschäftigen. Am Entwurf wurde vorab noch gebastelt – er enthält wichtige Änderungen. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »