Ärzte Zeitung, 27.10.2009

116b: Kliniken verlangen Abbau von Hemmnissen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) spricht mit Blick auf den Koalitionsvertrag von einen "ordnungspolitischen Wechsel mit Augenmaß". Ausdrücklich begrüßen die Kliniken das Bekenntnis zum Innovations- und Wachstumspotential des Gesundheitswesens: "Die Koalitionspartner haben sich nicht zu erneuten Kostendämpfungsmaßnahmen hinreißen lassen", kommentierte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

Als "vordringlich" stufen die Kliniken in den kommenden vier Jahren den "Abbau von Hemmnissen" bei der Zulassung der Kliniken nach Paragraf 116b SGB V zu spezialärztlichen ambulanten Behandlungen ein. "Die Wahlfreiheit der Patienten darf nicht vor den Türen der Krankenhäuser enden", sagte Baum. Zu einer besseren Verzahnung der Sektoren gehöre auch der Betrieb von MVZ in der Trägerschaft von Kliniken.

Hier sei die im Koalitionsvertrag vorgesehene Begrenzung der Beteiligung der Krankenhäuser auf unter 50 Prozent für die Vertiefung der sektorenübergreifenden Versorgung hinderlich. (hom)

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