Ärzte Zeitung, 07.12.2009

Köhler will neue Bedarfsplanung

BERLIN (ble). KBV-Chef Dr. Andreas Köhler hat eine sektorübergreifende Bedarfsplanung und ein Ende der Mitentscheidung der Kassen bei der Vertragsarztzulassung gefordert. "Wir alle wissen, dass die heute gültige Bedarfsplanung schon heute nicht mehr den Ansprüchen genügt", sagte er auf der KBV-Vertreterversammlung.

Für jedes Bundesland soll nach den Vorstellungen Köhlers daher ein "Regionalverbund" gegründet werden. Darin sollen neben den KVen die Landeskrankenhausgesellschaften, Landesärztekammern und Landesministerien Sitz und Stimme erhalten. Die Kassen hätten nur beratende Funktion. Für den ambulanten Bereich soll dabei grundsätzlich die KV die Entscheidungen treffen.

Im Planungsbezirk wären Zulassungen dann nur noch für die von den KVen ausgewiesenen Arztsitze möglich. Köhler: "Wir halten eine solche Neuordnung angesichts des demografischen Wandels und des Ärztemangels für notwendig, um die Sicherstellung künftig noch gewährleisten zu können."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »