Ärzte Zeitung, 09.12.2009

Protest gegen dauerhafte Unterfinanzierung

MAINZ (chb). Viel Protest gibt es in Rheinland-Pfalz gegen die Honorarreform. Vor allem Fachärzte machten in den vergangenen Wochen mobil (wir berichteten). Bisheriger Höhepunkt des Protestes war eine Demonstration vor dem Landesgesundheitsministerium in Mainz am vergangenen Donnerstag.

Unter den Demonstranten war auch der Chirurg Dr. Michael Glenk aus Neustadt an der Weinstraße. Ihm ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass er nicht nur gegen die jüngste Honorarreform protestiert. Er wollte mit seiner Teilnahme auch klar machen, dass sich seine und die Situation vieler Facharztkollegen zwischen 2005 und 2008 so verschlechtert hat, dass auch mit der Honorarreform in diesem Jahr noch lange nicht das Einkommensniveau des Jahres 2004 erzielt wurde.

"Wir haben bis heute die Einnahmen von 2004 noch nicht erreicht, so dass alle Steigerungen von acht Prozent oder anderen genannten Prozentzahlen nur relativ zu sehen sind", sagt Glenk. Und obwohl es langsam wieder aufwärts gehe, fürchten er und viele seiner Kollegen, dass sich bei fallenden Regelleistungsvolumen die Situation wieder verschlechtern könnte.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19490)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »