Ärzte Zeitung online, 28.12.2009

Nordrhein-Westfalen verordnet sich Rückgang der Säuglingssterblichkeit

MÜNSTER (iss). Bis 2014 soll in Nordrhein-Westfalen die Säuglingssterblichkeit sinken und die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen bei Kindern steigen. Das haben die Teilnehmer der Landesgesundheitskonferenz unter dem Motto "Für einen guten Start ins Leben" beschlossen. Als weitere Handlungsfelder zur Verbesserung der Kindergesundheit sehen sie Ernährung und Bewegung, seelische Gesundheit und Behinderungen.

Nordrhein-Westfalen verordnet sich Rückgang der Säuglingssterblichkeit

Mehr Akzeptanz von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sollen die Säuglingssterblichkeit reduzieren.

Foto: Wyeth Pharma

"Wir müssen alles tun, um die insbesondere in schwierigen sozialen Umfeldern beobachtete Säuglingssterblichkeit weiter zu senken", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen gehöre die verbesserte Information der Eltern, etwa über das Auslegen von Flyern über die notwendigen Untersuchungen für Babys in Arztpraxen.

Es sei notwendig, ein möglichst breites Umfeld in die Anstrengungen für eine bessere Lebens- und Gesundheitssituation der Kinder einzubeziehen und die Zusammenarbeit zu verbessern, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst der "Ärzte Zeitung". "Es geht nicht, dass wir die Kinder so allein lassen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »