Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

Nordrheins Hausärzteverband ruft zum massenhaften RLV-Widerspruch auf

KÖLN (iss). Der nordrheinische Hausärzteverband fordert die Niedergelassenen in Nordrhein auf, massenhaft Widerspruch gegen die Regelleistungsvolumina (RLV) für das erste Quartal 2010 einzulegen. Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung von gesetzlich Versicherten sei in Nordrhein gefährdet, warnt der Verbandsvorstand.

Nordrheins Hausärzteverband ruft zum massenhaften RLV-Widerspruch auf

Widerspruch gegen die RLV fürs das erste Quartal 2010, fordert der nordrheinische Hausärzteverband.

Foto: © Steinach / imago

Ab 1. Januar beträgt das Regelleistungsvolumen für Hausärzte nur noch 31,28 Euro, ein Jahr zuvor waren es 35,68 Euro. "Die Hausarztpraxen in Nordrhein befinden sich in berechtigter Sorge aufgrund dieser dramatischen Verschlechterung bei bereits katastrophal niedriger Ausgangslage im bundesweiten Vergleich und zusätzlicher Abwertung von DMP und nochmals geringerer Arzneimittelrichtgrößen."

Das Abrechnungssystem biete den Hausärzten keine verlässliche Perspektive mehr. "Im nächsten Jahr droht uns dort die Verteilungsschlacht um Über- und Unterversorgung sowie eine absurde vorgeblich qualitäts-orientierte Vergütung", warnt der Verband die Hausärzte.

Auch die Politiker dürften die Entwicklung nicht tatenlos hinnehmen. "Der Hausärzteverband fordert die Politik auf, umgehend zu prüfen, inwieweit der Sicherstellungsauftrag für die arztgruppenspezifischen Grundleistungen durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein durch die Finanzausstattung und die Honorarverteilungsverträge mit den Krankenkassen noch erfüllt werden kann."

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