Ärzte Zeitung, 09.02.2010

Kommentar

SPD erklärt den Fonds zur Altlast

Von Florian Staeck

Die SPD will in der Gesundheitspolitik zu neuen Ufern aufbrechen: Zusatzbeiträge für Versicherte und der Einheitsbeitrag der Kassen sollen als Erblast der großen Koalition entsorgt werden.

Die Ankündigung von SPD-Fraktionsvize Elke Ferner führt die Absetzbewegung vom gemeinsamen Projekt "Gesundheitsfonds", die schon seit Oktober 2009 zu beobachten war, konsequent zu Ende.

Die Sozialdemokraten setzen nun auf die paritätische Finanzierung in der GKV. Mehr Steuermittel sollen die Kassen retten - woher das Geld kommen soll, bleibt unklar. Doch dieser Ball liegt bei Gesundheitsminister Philipp Rösler. Er muss Sparvorschläge vorlegen, die kurzfristig Wirkung entfalten. Derweil definiert sich die SPD neu - als Oppositionspartei.

Lesen Sie dazu auch:
SPD rückt vom Fonds ab

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »

Prä-Op-Leistungen - Und wer zahlt jetzt das Labor?

Wenn eine Leistung in der anderen enthalten ist, kann sie nicht gesondert abgerechnet werden. Diese Regelung greift unter anderem beim präoperativen Labor. Die Laborreform ändert daran nichts. mehr »