Ärzte Zeitung, 16.02.2010

Vermutlich bald zehn Abgeordnete mehr in Schleswig-Holstein

BAD SEGEBERG (di). Die Abgeordnetenversammlung der KV Schleswig-Holstein wird sich vergrößern, weil die Zahl der Ärzte im Land die 5000er Grenze übersteigt. Ausgezählt wird weiterhin nach d'Hondt.

Hare/Niemeyer, St. Lague/Schepers, d'Hondt: Nach diesen Verfahren kann ein Wahlergebnis ausgezählt werden. Jedes hat seine Besonderheiten und kann dafür sorgen, dass ein Kreis einen zusätzlichen Vertreter in die Abgeordnetenversammlung schicken kann oder einen weniger. Voraussagen lässt sich dies so wenig wie der Wahlausgang selbst, auch wenn sich kleinere Kreise beim d'Hondtschen Verfahren eher im Nachteil wähnen.

Die Abgeordneten im Norden beschäftigten sich jüngst mit dem Thema, um mögliche Ungerechtigkeiten auszugleichen und zu erreichen, dass jeder Kreis mit mindestens zwei Vertretern in der Abgeordnetenversammlung vertreten ist. Dies ist bislang bei nur 30 Abgeordneten, davon zwei Psychotherapeuten, nicht der Fall.

Damit fühlen sich kleine Kreise im Nachteil gegenüber Städten wie Kiel und Lübeck, die vermeintlich überrepräsentiert sind. Dennoch votierte eine knappe Mehrheit für die Beibehaltung des d'Hondtschen Verfahrens - wozu mehr Stimmen erforderlich waren, als Kiel und Lübeck zusammen haben. Zur Entscheidung, beigetragen haben könnte die Aussicht, dass bei der bevorstehenden Wahl die Zahl der zugelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Norden wahrscheinlich die 5000er Grenze überschreitet. Per Gesetz wächst damit die Zahl der Abgeordneten auf 40, so dass dann die Kreise mit je zwei Abgeordneten vertreten wären.

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