Ärzte Zeitung, 15.02.2010

Ärztefehler: BÄK hält nichts von Melderegister

BERLIN (hom). Der Chef der Bundesärztekammer (BÄK), Professor Jörg-Dietrich Hoppe, hat der Forderung nach Einrichtung eines bundesweiten Melderegisters für ärztliche Behandlungsfehler eine Absage erteilt. "Wir brauchen kein Zwangsregister für Behandlungsfehler", sagte Hoppe am Montag in Berlin. Wichtiger sei es, die Arbeitsbedingungen für Ärzte zu verbessern. "Dann können schon viele Fehler vermieden werden." Ärzte müssten ohne Angst "über Pannen" sprechen können, so Hoppe.

Zuvor hatte sich der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), für die Einrichtung eines nationalen Melderegister für ärztliche Fehler ausgesprochen. Dieses könne in einem Patientenrechtegesetz verankert werden, sagte Zöller der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Lesen Sie dazu auch:
Patientenbeauftragter will Ärztefehler melden lassen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »