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Ärzte Zeitung, 17.02.2010

Kinderärzte sehen sich ungleich behandelt

KÖLN (iss). Kinderärzte in Nordrhein schlagen Alarm. Die Benachteiligung durch die Honorarreform bedrohe Existenz und Versorgungsangebot der pädiatrischen Praxen, warnt der Landesverband der Kinder- und Jugendärzte. "Wir bekommen im Vergleich mit Pädiatern in anderen Bundesländern bis zu 35 Prozent weniger. Und dies bei durchschnittlich höheren Unkosten", sagt Verbandssprecher Dr. Hermann-Josef Kahl. Das könnten die Ärzte nicht mehr lange aushalten. 

"Wir werden Personal entlassen müssen und unsere Praxen rationalisieren, das heißt unser Beratungsangebot einschränken", warnt er.Darunter würden insbesondere sozial vernachlässigte Familien leiden. Für sie engagierten sich die Kinder- und Jugendärzte häufig weit über die medizinische Beratung hinaus.
"Diese notwendigen Hilfen sind mit den derzeitigen Honoraren nicht länger möglich", sagt der Politiker. Jetzt sei die Politik gefragt.

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