Ärzte Zeitung, 17.02.2010

Kinderärzte sehen sich ungleich behandelt

KÖLN (iss). Kinderärzte in Nordrhein schlagen Alarm. Die Benachteiligung durch die Honorarreform bedrohe Existenz und Versorgungsangebot der pädiatrischen Praxen, warnt der Landesverband der Kinder- und Jugendärzte. "Wir bekommen im Vergleich mit Pädiatern in anderen Bundesländern bis zu 35 Prozent weniger. Und dies bei durchschnittlich höheren Unkosten", sagt Verbandssprecher Dr. Hermann-Josef Kahl. Das könnten die Ärzte nicht mehr lange aushalten. 

"Wir werden Personal entlassen müssen und unsere Praxen rationalisieren, das heißt unser Beratungsangebot einschränken", warnt er.Darunter würden insbesondere sozial vernachlässigte Familien leiden. Für sie engagierten sich die Kinder- und Jugendärzte häufig weit über die medizinische Beratung hinaus.
"Diese notwendigen Hilfen sind mit den derzeitigen Honoraren nicht länger möglich", sagt der Politiker. Jetzt sei die Politik gefragt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie das Ebola-Virus das Immunsystem austrickst

Das Ebola-Virus hat einen molekularen Trick entwickelt, mit dem es das Immunsystem ablenkt. Ganz hilflos ist das Immunsystem allerdings nicht – dank einer Gegenmaßnahme. mehr »

Medizin unterm Hakenkreuz

Die zweite Staffel der erfolgreichen Klinikserie erzählt die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtester Klinik – und die Abgründe der Medizin in der Nazizeit. mehr »

Erhitztes, rauchfreies Tokio?

Olympia 2020 in Tokio steht unter einem schlechten Stern: Die Hitzewelle 2018 rückt die Gesundheitsgefährdung für Athleten wie Zuschauer in den Fokus. Die Megalopole soll zudem zum rauchfreien Gastgeber werden. mehr »