Ärzte Zeitung, 03.03.2010

Praxisnetz und Klinik befragen Patienten zur Kooperation

Das Medizinische Praxisnetz Neumünster und das Friedrich-Ebert-Krankenhaus haben einen Kooperationsvertrag geschlossen.

NEUMÜNSTER (di). Ziel des Vertrags ist es, die Abstimmung zwischen Klinik und Praxen beurteilen zu können. Dafür sollen Patienten befragt werden. "Um die Abläufe bei sich häufig wiederholenden geplanten Behandlungen oder Operationen abzukürzen und zu vereinfachen, können wichtige Vorbereitungen und Voruntersuchungen schon in der Praxis des niedergelassenen Arztes durchgeführt werden", teilte das FEK in Neumünster mit.

Als Beispiel nannten die Vertragspartner etwa Labordaten, die ein Patient zu einer Herzkatheteruntersuchung schon aus der Arztpraxis mitbringen kann. Auch das Belastungs-EKG und die Informationen rund um den Eingriff könnten schon in der Praxis erfolgen.

In festgelegten Behandlungspfaden haben die Vertragspartner Leistungsanteile definiert. Die Klinik erteilt dem Praxisarzt vorab den Auftrag für diese Leistungen und schafft damit straffere Abläufe und Freiräume für seine Kernaufgaben.

Der Vertrag regelt, dass durch eindeutige Absprachen etwa Doppeluntersuchungen vermieden werden. Auch gemeinsame Qualitätsstandards werden gebildet. Erreicht werden soll dies durch eine verpflichtende Teilnahme von niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten an Qualitätszirkeln.

Teil der Qualitätssicherung wird auch eine regelmäßige Befragung der Patienten über die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und niedergelassenem Arzt sein. Von der Vereinbarung versprechen sich beide Seiten auch eine rechtssichere Vergütung für die Auftragsleistungen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »