Ärzte Zeitung, 03.03.2010

Hochton-Therapie ist keine Leistung der Kassen

KÖLN (iss). Krankenkassen müssen die Kosten für eine Hochton-Therapie nicht übernehmen, da sie keine GKV-Leistung ist. Das entschied das Sozialgericht Aachen in einem nicht rechtskräftigen Urteil.

Eine Diabetes-Patientin, die an distaler symmetrischer Polyneuropathie beider Beine leidet, hatte sich auf Empfehlung ihres Hausarztes ein Gerät für die Hochton-Therapie angeschafft, die als Weiterentwicklung der Elektro-Therapie gilt. Die Kasse lehnte die Kostenübernahme ab. Bei der Therapie handele es sich um eine neue Methode, zu der der Gemeinsame Bundesausschuss noch keine Empfehlung abgegeben hat, gab das Gericht der Kasse Recht.

"Die Krankenkassen sind nicht bereits dann leistungspflichtig, wenn eine bestimmte Therapie nach eigener Einschätzung der Versicherten oder der behandelnden Ärzte positiv verlaufen ist oder einzelne Ärzte die Therapie befürwortet haben."

Beschluss des Sozialgerichts Aachen, Az.: S 2 KR 1/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »