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Ärzte Zeitung, 17.03.2010

Bremens KV-Chef Spiro gibt seine Ämter auf

In Bremen wirft KV-Chef Dr. Till Spiro nach acht Jahren das Handtuch. Persönliche und gesundheitliche Motive gibt er als Begründung für seinen Schritt an.

Bremens KV-Chef Spiro gibt seine Ämter auf

Zermürbt vom Dauer-Streit an vielen Fronten? Bremens KV-Chef Dr. Till Spiro. © Schulten

BREMEN (cben). Dr. Till Spiro ist mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender der KV Bremen (KVHB) sowie von allen weiteren Ämtern zurückgetreten, ließ der KV-Chef der Vertreterversammlung am Dienstag in Bremen mitteilen. Er lege "aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen" seine Ämter nieder. "Die Vertreterversammlung hat die Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis genommen", hieß es. Spiro ist seit April 2002 KV-Vorsitzender gewesen.

KV-Vizechef Günter Scherer sagte der "Ärzte Zeitung", er bedauere und respektiere die Entscheidung. "Dr. Spiro und ich haben immer vertrauensvoll zusammengearbeitet." Der VV-Vorsitzende Dr. Thomas Liebsch erklärte, Spiro habe die KV "in viele bundesweite Ausschüsse und Gremien gebracht und sie dort vertreten".

Spiro war bisher unter anderem Kuratoriumsvorsitzender des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) und stellvertretendes Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA). Hausärztechef Dr. Hans Michael Mühlenfeld äußerte die Hoffnung, dass Spiro "nicht ernsthaft erkrankt ist". Der KV-Chef sei "trotz aller Meinungsverschiedenheiten stets konstruktiv gewesen", sagte Dr. Diethelm Hansen, Chef des Bremer Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno). Nach Informationen der "Ärzte Zeitung" ist der 59-Jährige Radiologe zermürbt von den Auseinandersetzungen der letzten Monate.

So schwelt noch der Streit um die hausarztzentrierte Versorgung. Zugleich ist der Krach um die ambulante Versorgung an Krankenhäusern erneut aufgeflammt. Auch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist vorerst gescheitert.

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