Ärzte Zeitung, 18.03.2010

BMG: Brauchen für Honorarreform erst konkrete Zahlen!

BERLIN (hom). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellte Überprüfung der Honorarreform für Ärzte möglichst zügig angehen. "Wir würden gern schneller bei der Diskussion um die Honorarreform vorankommen. Dafür brauchen wir aber die Zahlen der Selbstverwaltung", sagte Gesundheits-Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) der "Ärzte Zeitung".

Trotz "mehrmaliger Aufforderung" lägen dem BMG keine Daten vor, wie sich die Honorarsituation im Einzelnen darstelle. "Wir wissen, dass mehr Geld für die ärztliche Vergütung ausgegeben wurde, aber wir haben den Eindruck, dass das vor Ort nicht ankommt und dass es in einigen Regionen und in einigen Arztgruppen Honorarverwerfungen gibt."

Die KBV zeigte sich verwundert. "Der Auftrag zur Datenlieferung ist an den Bewertungsausschuss, also das gemeinsame Gremium von Kassen und Ärzten, gegangen. Wir als KBV haben dem Ministerium Mitte Februar die uns vorliegenden Zahlen geliefert", betonte KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »