Ärzte Zeitung online, 23.03.2010

Vierte Tarifrunde für Klinikärzte fortgesetzt

KÖLN (dpa). Die Tarifverhandlungen für die rund 55 000 Ärzte an kommunalen Kliniken sind am Dienstagmorgen in Köln in vierter Runde fortgesetzt worden. Am Vorabend hatten die beiden Parteien gut vier Stunden verhandelt und die Gespräche dann planmäßig unterbrochen.

Sprecher der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) sagten der dpa in Köln, es sei erwartungsgemäß noch nicht zu einer Annäherung gekommen. Der MB verlangt fünf Prozent mehr Gehalt und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. Die Arbeitgeber wollen sich an der Einigung für den öffentlichen Dienst orientieren, die ein Plus von insgesamt 2,3 Prozent bis 2011 vorsieht.

MB-Sprecher Hans-Jörg Freese sagte: "Es ging gestern Abend nur sehr schleppend voran. Es war ein nicht zufriedenstellender Auftakt, denn die Arbeitgeber haben wieder kein Entgegenkommen gezeigt." Auch VKA-Sprecherin Katja Christ zeigte sich enttäuscht: "Das war nicht viel gestern, eigentlich hat sich nichts getan." Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. Der Marburger Bund drohte mit einer Urabstimmung über einen Streik, falls die Gespräche scheitern sollten.

Am Montag hatten mehrere tausend Ärzte in über 100 kommunalen Krankenhäusern an Warnstreiks teilgenommen.

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