Ärzte Zeitung online, 25.03.2010

Geschafft: Mindestlohn für Pflegebranche ab Juli

BERLIN (dpa). Ab Juli wird es einen Mindestlohn für die über 800 000 Beschäftigten in der Pflegebranche geben. Dann soll für Pflegekräfte eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro im Westen und von 7,50 Euro in den ostdeutschen Bundesländern gelten, teilte der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag in Berlin mit.

Nach sechsmonatiger Beratung habe sich die zuständige Kommission einstimmig geeinigt. Der Mindestlohn müsse noch vom Kabinett bestätigt werden. Zum 1. Januar 2012 sowie zum 1. Juli 2013 soll sich der beschlossene Mindestlohn um jeweils 25 Cent erhöhen.

Alleine in den kommenden zehn Jahren werden nach Angaben des Verbandes zusätzlich 77 000 Pflegefachkräfte benötigt, weil es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt. Das sei ein bedeutender Tag für die deutsche Sozialwirtschaft, sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »

So berechnen Ärzte den Wirtschaftlichkeitsbonus ihrer Praxis

Die Berechnung des Laborbonus ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Aber wer sich damit beschäftigt, kann die Leistungen so zu steuern, dass der Bonus weitgehend erhalten bleibt. Unser Abrechnungsexperte gibt Tipps. mehr »