Ärzte Zeitung online, 12.05.2010

Hebammen haben genügend Unterstützer für Petition

KARLSRUHE (dpa). Der Hebammenverband hat genügend Unterschriften für eine Bundestagspetition gegen schlechte Bezahlung und steigende Haftpflichtprämien freiberuflicher Geburtshelferinnen gesammelt.

Schon nach wenigen Tagen sei die notwendige Zahl von 50 000 Unterstützern erreicht, teilte der Deutsche Hebammen-Verband am Dienstag in Karlsruhe mit. Nun müsse sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit der drohenden Versorgungslücke befassen. Auch der Frauenärzte-Verband schlug Alarm und warnte vor Engpässen auf dem Land. Für den 26. Mai ist nach Angaben des Hebammenverbands ein Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) geplant.

Ein durchschnittlicher Stundenlohn von gerade mal 7,54 Euro brutto zwinge immer mehr freiberufliche Hebammen zur Aufgabe, erklärte die Sprecherin des Hebammenverbands, Edith Wolber. Sie bemängelte außerdem drastisch steigenden Haftpflichtbeiträge.

   Ihr Verband vertritt 16 600 Geburtshelferinnen. Er hatte zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai zu Protesten aufgerufen und die Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Die Hebammen wollen bis Ende Mai weiter sammeln. Bislang wurde die Petition von knapp 68 000 Menschen unterstützt, vor allem im Internet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Die Therapiekünste eines Kung-Fu-Meisters

Ein Kampfsportler stößt mit seinem Gesundheitskonzept bei Medizinern auf Interesse. Ein Arzt ist sogar geneigt, von einem Wunder nach der Therapie durch Chu Tan Cuong zu sprechen. mehr »