Ärzte Zeitung online, 12.05.2010

Krankenschwestern und Pfleger größte Berufsgruppe

WIESBADEN (dpa). Krankenschwestern und Krankenpfleger stellen die mit Abstand größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Fast jeder Fünfte der insgesamt 4,6 Millionen Beschäftigten ging im Jahr 2008 diesem Beruf nach, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden zum Internationalen Tags der Pflegenden mitteilte.

Demnach waren 2008 insgesamt 774 000 Krankenschwestern und -pfleger in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tätig. Rund zwei Drittel - ohne Hebammen, Entbindungspfleger und Krankenpflegehelfer - arbeiteten in Krankenhäusern, 13,8 Prozent in der ambulanten und 8,6 Prozent in der (teil-)stationären Pflege.

Zwischen 2000 und 2008 blieb die Beschäftigtenzahl in Krankenhäusern fast konstant. In ambulanten Pflegeeinrichtungen stieg sie dagegen um 35 000 oder 48,8 Prozent und in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 13 000 oder 24,8 Prozent.

Krankenpfleger und Krankenschwestern leiden besonders häufig unter arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen und Stress: Im Jahr 2007 gaben 16 Prozent an, dass sie innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens einmal Beschwerden hatten. Gelenk-, Knochen- oder Muskelbeschwerden und zwar insbesondere im Rückenbereich wurden als Hauptbeschwerden genannt. Außerdem machen ihnen schwierige Körperhaltungen, Bewegungsabläufe oder Hantieren mit schweren Lasten sowie Zeitdruck und Arbeitsüberlastung besonders zu schaffen.

Ein Großteil der Krankenschwestern und Krankenpfleger ist in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt. Im Jahr 2008 waren es 43,9 Prozent. Auffällig ist dem Statistikamt zufolge der hohe Frauenanteil von 48,1 Prozent, während bei den männlichen Kollegen die Quote nur bei 18,5 Prozent lag. Bei den meisten sei die Ausübung einer Teilzeit- oder geringfügigen Beschäftigung jedoch eine bewusste Entscheidung.

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