Ärzte Zeitung online, 08.06.2010

Kammerchef fordert Solidarität mit streikenden Ärzten

KÖLN (iss). Angesichts des Streiks der Ärzte an kommunalen Kliniken appelliert der Vorstand der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) an die innerärztliche Solidarität.

Kammerchef fordert Solidarität mit streikenden Ärzten

© Andreas Kuhn / fotolia.com

Honorarärzte oder Niedergelassene, die in den bestreikten Häusern Dienst tun, unterminieren den Streik und die mit ihm verfolgten Ziele, kritisiert der Vorstand.

Die Forderungen der Klinikärzte nach besseren Arbeitszeiten und angemessener Bezahlung hält der Kammervorstand für gerechtfertigt. "Es gilt, einen Exodus der Ärzte aus den Kliniken zu verhindern", sagt ÄKWL-Präsident Dr. Theodor Windhorst. Er warnt vor den Konsequenzen des Leiharzt-Einsatzes. Was dem kurzfristigen Abfedern der Streikfolgen dienen solle, könne einen gefährlichen Domino-Effekt auslösen. "Immer mehr Ärzte überlegen nämlich, ihre derzeitige Stelle zu kündigen und als Honorararzt tätig zu werden", sagt Windhorst.

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