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Ärzte Zeitung online, 30.06.2010

Leichte Verlust für Hausärzteverband an der Saar

SAARBRÜCKEN (kud). In der saarländischen KV bleiben das Facharztforum und der Hausärzteverband die bestimmenden Kräfte. Konkurrierende Listen erhielten bei der Neuwahl der Vertreterversammlung nur wenige Sitze.

Über 76 Prozent der Vertragsärzte hatten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Sie konnten jeweils drei Stimmen innerhalb einer der neun Listen abgeben und dort auf einen, zwei oder drei der insgesamt 76 Kandidaten verteilen. Nach der Auszählung stand am Dienstagabend fest, dass es dabei zu keinen grundlegenden Verschiebungen gekommen ist.

Von den 12 Sitzen, die den Hausärzten zustehen, musste die Liste ihres Verbandes dieses Mal allerdings zwei Sitze abgeben. Jeweils einen Sitz errangen die getrennt angetretenen Kinder- und Jugendärzte sowie eine "Integrationsliste". Bei den Fachärzten blieb alles beim alten: erneut erreichte das Facharztforum 12 Sitze und der Wahlvorschlag "Freie Ärzte für Kostenerstattung", der 2004 als "Freie Ärzteliste" firmierte, zwei Mandate. Außerdem sind die ermächtigten Ärzte und die psychologischen Psychotherapeuten mit jeweils zwei Vertretern im saarländischen Ärzteparlament vertreten.

Trotz der grundsätzlichen Kontinuität wird die Vertreterversammlung von vielen neuen Gesichtern geprägt werden. 13 der insgesamt 30 Vertreter gehören ihr erstmals an. Der Frauenanteil ist von sechs auf fünf Vertreterinnen leicht zurückgegangen.

Der Vorsitzende des Gremiums, Dr. Dirk Jesinghaus, sagte der "Ärzte Zeitung", er stehe für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. 2004 hatte sich der Internist knapp gegen einen Kandidaten der Hausärzte durchgesetzt.

Dagegen gilt die Wiederwahl des KV-Vorstands Dr. Gunter Hauptmann schon jetzt als sicher. Der Gynäkologe bekommt allerdings einen neuen Stellvertreter, da sich der bisherige KV-Vize Wolfgang Meunier zurückzieht. Voraussichtlich wird sich der Vorsitzende des Saarländischen Hausärzteverbandes, Dr. Joachim Meiser, um die Nachfolge bewerben.

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