Ärzte Zeitung, 06.07.2010
 

Gewerkschaften mahnen Parität an

In einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die anderen Spitzenteilnehmer der Beratung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Vorfeld gefordert, den Beitragssatz vollständig paritätisch zu gestalten und den Arbeitnehmer-Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten zu beseitigen.

DGB-Chef Michael Sommer und Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichneten das geplante Einfrieren des Arbeitgeber-Anteils in dem der "Passauer Neuen Presse" vorliegenden Schreiben als fatal für die Kostenentwicklung. Die Zusatzbeiträge werden kategorisch abgelehnt.

Buntenbach hatte sich zuvor sogar dafür ausgesprochen, die geplante Beitragssatzerhöhung komplett auf die Arbeitgeber zu übertragen. "Damit könnte das Defizit gedeckt und den Versicherten die unsozialen Zusatzbeiträge erspart werden". (eb)

Lesen Sie dazu auch:
Rösler kappt Honorar bei Hausarztverträgen
Koalition rauft sich bei GKV-Reform zusammen
Krankenkassen kritisieren Eckpunkte zur Gesundheitsreform

Lesen Sie dazu auch die Stellungnahmen:
Wirtschaftsrat warnt vor Flickschusterei
Gewerkschaften mahnen Parität an
SPD fordert Rücktritt Röslers
Hartmannbund: "Mit Axt statt Skalpell operiert"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »