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Ärzte Zeitung, 23.07.2010

Grüne in Hessen setzen auf die Gemeindeschwester

WIESBADEN (ine). Um die Versorgung in ländlichen Gebieten zu sichern, setzen die Grünen in Hessen auf Gemeindeschwestern. Krankenpflegekräfte mit zusätzlicher Ausbildung sollen ambulant eingesetzt werden und die Versorgung der Patienten bei Bagatell-Erkrankungen übernehmen.

Wie es in einem Positionspapier der Grünen heißt, sieht die Partei in der finanziellen Förderung von Einzelpraxen, wie dies etwa CDU, FDP und SPD anstreben, keine Lösung. Vielmehr sollen die Gemeindeschwestern Versorgungsprozesse steuern und koordinieren sowie Patienten beraten, anleiten und schulen.

Die Grünen haben die Krankenkassen aufgefordert, das Konzept in einem Modellversuch als Ergänzung zur ambulanten Versorgung zu prüfen. Sie fordern zudem, MVZ zu "ganzheitlichen Versorgungszentren" umzuwandeln. Dort sollen Hausärzte als Lotsen arbeiten und von dort aus soll auch der Notdienst auf dem Land sichergestellt werden.
Zusätzliche Angebote, etwa "Ärzte auf Rädern", seien in abgelegenen Gebieten möglich.

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