Ärzte Zeitung, 21.09.2010

Bundesbank sieht Kassenfinanzen auf Erholungskurs

Die GKV könnte 2010 insgesamt ein Plus verbuchen, so die Bundesbank.

Bundesbank sieht Kassenfinanzen auf Erholungskurs

Monatsbericht der Bundesbank: Ausgaben und Einnahmen der GKV sind im zweiten Quartal dieses Jahres um etwa 3,5 Prozent gestiegen.

© dpa

FRANKFURT/MAIN (fst). Die Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung entwickeln sich besser als erwartet. Ausgaben und Einnahmen sind im zweiten Quartal dieses Jahres um etwa 3,5 Prozent gestiegen, schreibt die Bundesbank in ihrem neuen Monatsbericht. Im ersten Quartal waren die Leistungsausgaben noch um 4,5 Prozent, im Vorjahr um 6,5 Prozent gestiegen.

Der Gesundheitsfonds verzeichnet im zweiten Quartal einen Überschuss von etwa 500 Millionen Euro. Ursächlich für das Einnahmeplus von 4,5 Prozent waren allerdings die höheren Zuschüsse des Bundes an die GKV. Im Vorjahr stützte der Bund die gesetzlichen Kassen mit sieben, im laufenden Jahr mit 15,7 Milliarden Euro. Dass die Beitragseinnahmen des Fonds um zwei Prozent gesunken sind, verdankt sich dem zum 1. Juli 2009 auf 14,9 Prozent gesenkten Beitragssatz. Rechnet man diesen statistischen Effekt heraus, so ergibt sich ein Plus von zwei Prozent. Aus Sicht der Bundesbank ist ein Überschuss in der GKV "nicht mehr ausgeschlossen". Vermutlich würden daher Zusatzbeiträge im kommenden Jahr "kaum notwendig sein".

Auch die Soziale Pflegeversicherung dürfte 2010 nochmals einen Überschuss aufweisen. Allerdings sind die Ausgaben mit 6,5 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Einnahmen mit 2,5 Prozent. Ursache dafür sei vor allem der durch die letzte Reform erweiterte Leistungskatalog der Pflegeversicherung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »