Ärzte Zeitung, 27.09.2010
 

Wolfgang Eckert bleibt KV-Chef im Nordosten

Wolfgang Eckert bleibt KV-Chef im Nordosten

Mit überwältigender Mehrheit in Mecklenburg-Vorpommern erneut gewählt: Dr. Wolfgang Eckert ist KV-Chef seit 1997.

© KVMV

SCHWERIN (di). Dr. Wolfgang Eckert soll die KV Mecklenburg-Vorpommern auch in den kommenden sechs Jahren führen. Die neue Vertreterversamlung wählte den 67-jährigen Allgemeinmediziner aus Rostock erneut zum KV-Vorsitzenden.

Er setzt sich für die wohnortnahe Versorgung ein, hat die KV im Nordosten "zu einer der geachtetsten in Deutschland" gemacht und sich in den vergangenen Jahrzehnten hohe Verdienste erworben - mit solchen Vorschusslorbeeren aus den Reihen der Vertreter ausgestattet, geriet die Wahl des KV-Vorstands für Eckert zur Formsache.

23 von 24 möglichen Stimmen erhielt Eckert, der damit bis zum 31. Dezember 2016 der KV vorstehen wird. Eckert hat das Amt seit 1997 inne, zuvor war er zweiter Vorsitzender. Unter seiner Führung ist es der KV gelungen, deutlich verbesserte Honorarbedingungen für die niedergelassenen Ärzte zu schaffen. Ein weiterer Meilenstein in seiner Amtszeit ist die Einrichtung des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin in Rostock.

Neben Eckert, der die Interessen der KV auf Bundesebene vertreten soll, wählte die KV zwei weitere Vorstandsmitglieder - bislang bestand der Vorstand nur aus zwei Personen. Das Vorstandsressort hausärztliche Versorgung besetzt der Neubrandenburger Allgemeinmediziner Dr. Dieter Kreye (49 Jahre), der 18 Stimmen erhielt.

Für das Ressort fachärztliche Versorgung wählte die Versammlung Diplom-Mediziner Fritjof Matuszewski (48 Jahre, 19 Stimmen) aus Demmin.

Der bisherige zweite Vorsitzende Dr. Dietrich Thierfelder war, wie berichtet, nicht mehr angetreten. Die Vorsitzenden der Vertreterversammlung, Diplom-Mediziner Torsten Lange (49) aus Rostock und sein Stellvertreter Dr. Lothar Wilke (65) aus Schwerin wurden in ihren Ämtern bestätigt. Beide sind Allgemeinärzte.

Eine große Herausforderung für den neuen Vorstand wird in der Sicherung der wohnortnahen Versorgung liegen - in vielen Regionen des Flächenlandes finden Praxisinhaber nur schwer einen Nachfolger.

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