Ärzte Zeitung online, 29.09.2010

Osteopathen wollen staatliche Anerkennung als Beruf

HAMBURG (dpa). Osteopathen kämpfen für die staatliche Anerkennung ihrer Qualifikation als eigenständige Berufsbezeichnung mit klaren Ausbildungsregeln. Bislang sei dies nur in Hessen der Fall, sagte die Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen Deutschland, Marina Fuhrmann, am Mittwoch in Hamburg.

Tür und Tor sei bislang geöffnet für Menschen, die sich in vergleichsweise kurzen Wochenendseminaren weiterbildeten und dann osteopathisch behandelten, kritisierte Fuhrmann. In Hessen seien mindestens 1350 Weiterbildungsstunden nötig. Von Donnerstag bis Sonntag treffen sich 330 Experten zum internationalen Kongress des Verbandes in Hamburg.

Die Osteopathie ist eine Alternativmedizin, die sich vor allem mit Störungen im Bewegungsapparat befasst. Die Osteopathen verstehen ihre Methode als ganzheitliche, sanfte Diagnoseform und Behandlung, etwa auch bei einem Reizdarmsyndrom oder Rückenschmerzen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18227)
Krankheiten
Rückenschmerzen (1013)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »