Ärzte Zeitung online, 07.10.2010

Verband will Zahnbehandlung privatisieren

ERFURT (dpa). Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte will die Zahnbehandlung vollständig aus der gesetzlichen Krankenversicherung auskoppeln. Stattdessen sollen die Versicherten zusätzlich zum regulären Kassenbeitrag eine einheitliche Pauschale zahlen, aus der ausschließlich die Zahnbehandlung finanziert wird, sagte Verbandschef Karl-Heinz Sundmacher.

Der Verband mit rund 18 000 Mitgliedern wirbt seit Jahren für einen Systemwechsel in der Krankenversicherung, vor allem in der Zahnbehandlung. In Deutschland arbeiten rund 66 000 Zahnärzte, der Großteil in eigenen Praxen.

Sundmacher schlug am Donnerstag auf der Bundesversammlung des Berufsverbandes in Erfurt vor, den gesetzlichen Kassenbeitrag um den Anteil der Zahnbehandlung zu reduzieren. Die zahnärztliche Behandlung sei einer der kleinsten Posten bei den Kassenausgaben. Im vergangenen Jahr machte er rund 6,6 Prozent der Gesamtausgaben von 175,6 Milliarden Euro aus.

Homepage des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte

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