Ärzte Zeitung online, 18.10.2010

CSU will Honorarsteigerung nivellieren

CSU will Honorarsteigerung nivellieren

Johannes Singhammer (CSU): Ungerechte Honorarverteilung stoppen.

© dpa

BERLIN (eb). Die CSU will offenbar Änderungen am geplanten GKV-Finanzierungsgesetz. Vor allem Verbesserung für Ärzte und Hausärzte sollen im laufenden Gesetzgebungsprozess eingebracht werden, sagte CSU-Gesundheitsexperte, Johannes Singhammer, dem "Handelsblatt" am Montag.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hatte jüngst beschlossen, im kommenden Jahr rund 500 Millionen Euro mehr in die Vergütung der Vertragsärzte zu pumpen. Das Plus soll jedoch asymmetrisch unter den einzelnen KVen aufgeteilt werden.

Daran stößt sich Singhammer: "Das kann so nicht bleiben", sagte er dem Blatt. Er kritisierte, dass dadurch die "negativen Auswirkungen der Reform" noch verstärkt würden.

So habe das Einkommen der bayerischen Ärzte schon 2009 unter dem Bundesdurchschnitt gelegen. Laut Singhammer müsse dieser ungerechten Verteilung nun entgegengewirkt werden.

Kritisch sieht er auch die geplanten Einschnitte bei den Hausarztverträgen. "Hier wollen wir zumindestens erreichen, dass bereits geschlossene Verträge so lange Bestand haben, bis die gesetzlich vorgesehene dreijährige Erprobungsphase abgeschlossen ist", sagte Singhammer.

Lesen Sie dazu auch:
Honorar: Multiple Blockade im KV-System
Ärztehonorar: Ungleicher Zuwachs stiftet neuen Unfrieden
Eine Milliarde Euro Plus bei Honoraren für Ärzte? Update: KBV dementiert!

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Der Trend zur Knieprothese

Bundesweit werden immer mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt - zunehmend auch bei Jüngeren. Medizinisch erklärbar sei der Trend nicht, so die Bertelsmann-Stiftung. Die Autoren vermuten finanzielle Gründe dahinter und geben Ärzten Tipps. mehr »

Sieben Forderungen sollen Modelprojekt ARMIN voran bringen

Bereits seit 2014 läuft die Arzneimittelinitiative "ARMIN" in Sachsen und Thüringen. Die Beteiligten des Modellprojekts haben jetzt Bilanz gezogen und sieben Forderungen an die Politik übergeben. mehr »