Ärzte Zeitung online, 27.10.2010

Warnstreiks an Unikliniken haben begonnen

FREIBURG/STUTTGART (dpa). Rund 500 Mitarbeiter der Unikliniken in Tübingen, Heidelberg, Ulm und Freiburg sind am Mittwochmorgen mit Beginn der Frühschicht in einen Warnstreik getreten. Weitere Mitarbeiter wollen mit in der Hauptschicht und der Spätschicht die Arbeit niederlegen.

Insgesamt sollen sich rund 1500 Klinikbeschäftigte am Warnstreik beteiligen, sagte Günter Busch von der Gewerkschaft Verdi. Mehr als 100 Operationen müssen verschoben werden, Notfälle werden jedoch behandelt.

Mit der ganztägigen Aktion will die Gewerkschaft den Druck in den Tarifverhandlungen für die 24 000 Beschäftigten erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde steht am Donnerstag in Stuttgart an. "Wir brauche ein deutlich verbessertes Angebot, um überhaupt verhandeln zu können", sagte Busch.

Die Arbeitgeber haben nach Verdi-Angaben eine Einmalzahlung von 200 Euro und eine lineare Entgelt-Erhöhung von 1,2 Prozent angeboten. Dies entspreche 0,5 Prozent pro Jahr. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine Gehaltssteigerung von 190 Euro pro Monat, was einem Volumen von etwa 6 Prozent entspricht.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18332)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

BGH schränkt Privileg der Arztbewertungsportale ein

Darf ein Arztbewertungsportal eine Praxis ungefragt listen? Ja, aber kein Arzt muss sich Werbung konkurrierender Praxen im direkten Bewertungsumfeld gefallen lassen. mehr »

Low-Fat-Diät ist genauso gut wie Low-Carb

Welche Diät bringt am meisten? Eine Studie der Stanford-Universität hat verschiedene Diäten verglichen und sich angeschaut, ob die Gene beim Abnehmen eine Rolle spielen. mehr »

Hippotherapie bei MS wirkt

MS mit Pferdetherapie behandeln: Das scheint zu funktionieren. Mit den Ergebnissen einer Studie wollen die Autoren die Diskussion über die Kostenübernahme der Hippotherapie beleben. mehr »